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Tandoori: der rauchige Geschmack aus dem Lehmofen

Es gibt einen Geschmack, den man aus der eigenen Küche kaum kennt: dieses feine, rauchige Aroma, das ein Stück Poulet oder ein frisches Naan bekommt, wenn es aus einem echten Lehmofen kommt. Genau das ist Tandoori. Der Name steht für alles, was im Tandoor zubereitet wird, jenem traditionellen Ofen, der der indischen Küche einen ihrer charaktervollsten Geschmäcker schenkt. Wer einmal Fleisch direkt aus dem Tandoor probiert hat, versteht schnell, warum diese Zubereitung als eine der edelsten der indischen Kochkunst gilt. In diesem Beitrag erfahren Sie, was einen Tandoor ausmacht, woher er kommt, welche Gerichte daraus entstehen und warum Tandoori am besten frisch vor Ort schmeckt.

Was ein Tandoor ist

Ein Tandoor ist ein bauchiger Ofen aus Lehm, der von innen mit Holzkohle befeuert wird. Seine Form erinnert an einen grossen Krug, unten breit und oben verengt. Diese Bauweise ist kein Zufall. Sie speichert die Hitze und lenkt sie nach oben, sodass im Inneren sehr hohe Temperaturen entstehen, oft weit über vierhundert Grad. Die dicken Lehmwände halten diese Hitze gleichmässig und geben sie langsam wieder ab.

Diese enorme Hitze ist das Geheimnis des Tandoor. Fleisch wird darin in kurzer Zeit aussen zart gebräunt, während es innen saftig bleibt. Brot klebt an der heissen Ofenwand und geht in wenigen Augenblicken auf, luftig und mit feinen Blasen. Dazu kommt der Rauch der Holzkohle, der jedem Gericht seine unverwechselbare Note gibt. Dieses Zusammenspiel aus grosser Hitze und Rauch lässt sich in einem gewöhnlichen Backofen kaum nachbilden.

Eine kurze Geschichte des Tandoor

Der Tandoor ist uralt. Ähnliche Lehmöfen wurden schon vor Tausenden von Jahren in verschiedenen Regionen Asiens genutzt. Über die Jahrhunderte fand der Ofen seinen festen Platz im Norden des indischen Subkontinents, besonders in der Region Punjab. Von dort aus wurde die Tandoori-Küche zu einem der bekanntesten Gesichter der indischen Kochkunst.

Berühmt wurde vor allem das Tandoori Chicken, das im letzten Jahrhundert seinen Siegeszug antrat und heute auf der ganzen Welt bekannt ist. Aus derselben Tradition stammt auch das beliebte Chicken Tikka. Was diese Gerichte verbindet, ist der Ofen, der ihnen ihren Charakter gibt. Ein Tandoori-Gericht ist damit immer auch ein Stück gelebte Küchengeschichte.

Wie ein Tandoori-Gericht entsteht

Guter Geschmack aus dem Tandoor beginnt lange vor dem Ofen. Am Anfang steht die Marinade. Klassisch wird das Fleisch zunächst in Zitrone und Salz eingerieben, danach kommt eine zweite Marinade aus Joghurt und Gewürzen dazu. Der Joghurt macht das Fleisch zart und hilft den Aromen, tief einzuziehen. Ingwer und Knoblauch geben Würze, dazu kommen Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Paprika.

Jetzt braucht es Geduld. Das Fleisch zieht mehrere Stunden in der Marinade, bevor es auf lange Spiesse gesteckt und in den Ofen gehängt wird. Erst diese Ruhezeit sorgt dafür, dass ein Tandoori-Gericht so saftig und aromatisch wird. Im Ofen selbst geht dann alles schnell. Die grosse Hitze gart das Fleisch in kurzer Zeit und legt jene rauchige Kruste an, die den typischen Geschmack ausmacht.

Was frisch aus dem Tandoor kommt

Der Tandoor kann weit mehr als ein einziges Gericht. Diese Klassiker begegnen Ihnen am häufigsten:

Tandoori Chicken

Der bekannteste Vertreter. Poulet wird in Joghurt und Gewürzen mariniert, bekommt seine typische Farbe und gart im Ofen zu zartem, aromatischem Fleisch mit rauchiger Kante. Ein Gericht, das für viele der Inbegriff der indischen Küche ist.

Chicken Tikka

Zarte Pouletstücke ohne Knochen, mariniert und am Spiess gegart. Ein feiner Einstieg für alle, die es saftig und würzig mögen. Aus Chicken Tikka entsteht übrigens auch das weltberühmte Chicken Tikka Masala, bei dem die gegrillten Stücke in einer cremigen Sauce serviert werden.

Seekh Kebab

Fein gewürztes Hackfleisch, von Hand um den Spiess geformt und im Tandoor gebraten. Herzhaft, saftig und voller Geschmack. Ein Klassiker, der beim Teilen am Tisch besonders gut ankommt.

Paneer Tikka

Die vegetarische Variante. Würfel aus indischem Frischkäse ziehen in einer Gewürzmarinade und kommen dann in den Ofen, aussen leicht gebräunt und innen weich. Ein Beweis dafür, dass Tandoori nicht auf Fleisch angewiesen ist.

Frisches Naan und Roti

Kein Tandoori-Essen ohne Brot. Naan geht direkt an der Ofenwand auf und kommt warm auf den Tisch, weich und luftig. Es ist ideal, um Saucen und Aromen aufzunehmen. Zu jedem indischen Essen gehört es einfach dazu.

Die Gewürze hinter dem Geschmack

Was Tandoori so unverwechselbar macht, ist neben dem Ofen das Zusammenspiel der Gewürze. Ingwer und Knoblauch bilden die würzige Basis. Kreuzkümmel und Koriander geben Wärme und Tiefe, Kurkuma sorgt für Farbe und eine feine Erdigkeit. Paprika und manchmal ein wenig Chili bringen die charakteristische rötliche Note, die man mit Tandoori verbindet.

Über allem steht oft eine Prise Garam Masala, jene warme Gewürzmischung aus Kardamom, Zimt, Nelken und weiteren Gewürzen, welche die indische Küche prägt. In Kombination mit dem Rauch der Holzkohle entsteht so ein Geschmack, der komplex und zugleich harmonisch ist. Keine einzelne Zutat drängt sich in den Vordergrund, alles spielt zusammen.

Wie Sie Tandoori am besten geniessen

Ein Tandoori-Gericht schmeckt für sich schon wunderbar, doch mit der richtigen Begleitung wird es rund. Klassisch serviert man dazu ein frisches Minzchutney, dessen Frische die rauchigen Aromen schön ausgleicht. Ein paar rohe Zwiebelringe und ein Spritzer Zitrone bringen zusätzliche Frische. Dazu passt warmes Naan, um jeden Rest der Sauce aufzunehmen.

Ein kühlendes Raita, der Joghurt mit Gurke oder Gewürzen, rundet das Ganze ab und mildert die Wärme der Gewürze. So entsteht ein Zusammenspiel aus rauchig, frisch und cremig, das den Charakter der Tandoori-Küche perfekt zur Geltung bringt. Wer die Vielfalt der indischen Küche danach weiter entdecken möchte, findet Anregungen bei den beliebtesten indischen Currys und beim Biryani aus Bern.

Warum Tandoori am besten vor Ort schmeckt

Tandoori lebt vom Moment. Frisch aus dem Ofen ist das Fleisch am zartesten, das Naan am luftigsten und der rauchige Duft am intensivsten. Auf dem Weg nach Hause geht ein Teil dieses Zaubers verloren, das Brot verliert seine Wärme und die Kruste ihre Spannung. Darum ist Tandoori ein Gericht, das man am schönsten am Tisch geniesst, kaum dass es den Ofen verlassen hat.

Genau darin liegt der besondere Reiz eines Besuchs. Sie erleben Tandoori so, wie es gedacht ist, direkt aus dem Lehmofen auf den Teller. Diesen Geschmack bekommt man aus einer normalen Küche nicht. Genau deshalb lohnt sich der Weg ins Restaurant.

Die beliebtesten Naan-Sorten

Naan ist der ideale Begleiter zu allem, was aus dem Tandoor kommt. Dabei gibt es weit mehr als eine Sorte. Das klassische Butter Naan wird mit etwas Butter bestrichen und schmeckt herrlich weich. Garlic Naan bekommt frischen Knoblauch und ein wenig Koriander, was besonders gut zu würzigen Currys passt. Wer es herzhaft mag, greift zum Cheese Naan, gefüllt mit geschmolzenem Käse. Für alle, die es leicht süsslich mögen, gibt es das Peshwari Naan mit Nüssen und Trockenfrüchten.

Jede Sorte hat ihren eigenen Charakter. Oft lohnt es sich, am Tisch mehrere zu teilen. So probieren alle durch und finden ihren Favoriten. Frisch aus dem Ofen ist Naan ohnehin am besten, weich, warm und mit feinen Blasen, die den Rauch des Tandoor in sich tragen.

Tandoori oder Curry: der Unterschied

Viele fragen sich, worin sich Tandoori und ein Curry unterscheiden. Die Antwort liegt in der Zubereitung. Ein Curry ist ein Gericht mit Sauce, langsam geschmort und oft cremig oder würzig. Tandoori dagegen kommt trocken aus dem Ofen, gegrillt statt geschmort, mit rauchiger Kruste statt sämiger Sauce. Beide gehören zur indischen Küche, doch sie stehen für zwei ganz verschiedene Erlebnisse.

Am schönsten ist es, beides zu kombinieren. Ein Tandoori-Gericht als aromatischer Einstieg, dazu ein Curry mit Reis und Naan als Hauptgang. So lernen Sie die ganze Bandbreite kennen, vom Grill aus dem Lehmofen bis zur geschmorten Sauce.

Häufige Fragen zu Tandoori

Ist Tandoori immer scharf?

Nein. Tandoori-Gerichte sind vor allem aromatisch und rauchig, nicht zwingend scharf. Die Schärfe lässt sich anpassen, ganz nach Ihrem Geschmack.

Gibt es Tandoori auch vegetarisch?

Ja. Paneer Tikka und gegrilltes Gemüse aus dem Tandoor sind feine vegetarische Alternativen.

Was passt am besten dazu?

Frisches Naan, ein Minzchutney, Zwiebeln, Zitrone und ein kühlendes Raita ergänzen Tandoori ideal.

Tandoori geniessen bei India4U in Bern

Bei India4U kommt Tandoori aus einem echten Lehmofen, so wie es die Tradition vorsieht. Unser Koch bringt über 40 Jahre Erfahrung mit und weiss genau, wann das Fleisch zart und das Naan perfekt ist. Seit 2008 stehen wir an der Belpstrasse 11 in Bern für authentische indisch-pakistanische Küche, hausgemacht und halal-zertifiziert. Über 700 Bewertungen unserer Gäste mit einem Durchschnitt von 4.3 Sternen zeigen, dass sich der Weg zu uns lohnt.

Sie finden uns nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Bern, mit Öffnungszeiten über Mittag, am Abend und auch am Sonntag. Am besten erleben Sie Tandoori frisch am Tisch. Werfen Sie einen Blick in unsere Speisekarte, sichern Sie sich über unsere Reservation einen Platz oder erfahren Sie mehr über einen Abend bei uns auf der Seite Indisch essen in Bern.

Wir freuen uns darauf, für Sie zu kochen, direkt aus dem Lehmofen, mitten in Bern.